#30Tage – Tag 10

Mittlerweile schon Tag zehn der #30Tage Challenge von DyneBooks. Das erste Drittel wäre damit geschafft.

Heute soll ich eine Kindergeschichte schreiben. Das heißt, dass dieses Mal leider
alle überleben. Ja, ich weiß, es ist hart. Aber da müssen wir jetzt durch. 😉

Ein Tag im Leben des Wutmonsters

Der Morgen graute und im Monsterland wurden alle kleinen Monster wach.
Bis auf das Wutmonster, denn es wollte nicht so früh aufstehen.

Als der Wecker klingelt, drehte sich das kleine Wutmonster in seinem Bett um und schnaubte: “Ich will nicht aufstehen. Sei ruhig, du blöder Wecker, sonst werde ich wütend.”

Aber der Wecker klingelte munter weiter. Er hüpfte regelrecht auf dem kleinen Nachttisch auf und ab. Er klingelte und rappelte ohne Unterlass, bis das kleine Wutmonster endlich wach wurde.
“Du machst mich wütend!”, brüllte das kleine Wutmonster, das die Wände nur so wackelte. Es nahm den Wecker und warf ihn gegen die Wand. Er zerschellte und viel zu Boden, direkt in einen Haufen anderer kaputter Wecker, die das Wutmonster an den Morgen davor gegen die Wand geworfen hatte.

Jetzt, wo es einmal wach war, wollte das kleine Wutmonster auch nicht mehr schlafen, denn es hatte Hunger.

In der Küche suchte das kleine Wutmonster  nach seinem Lieblingsfrühstück. Toastbrot mit Erdbeermarmelade. Doch das Wutmonster konnte kein Toastbrot finden.
“Ich will jetzt mein Lieblingsfrühstück, sonst werde ich wütend!”, rief es. Aber es nutzte nichts. Es war keine Scheibe Toastbrot mehr da.
“Das macht mich wütend!”,  brüllte das kleine Wutmonster so laut, dass die Vögel aus den Bäumen heraus flogen und flüchteten. Das Wutmonster nahm den Toaster und warf ihn gegen die Wand, an der er zerschellte. Er fiel in einen Haufen anderer Küchengeräte, Töpfe und Pfannen, die das Wutmonster an den Tagen zuvor zerstört hatte.

Hungrig und wütend ging das kleine Wutmonster in den Kindergarten. Alle kleinen Monster spielten bereits, lachten und tobten.
Nur das kleine Wutmonster stand alleine. Es wollte aber auch mitspielen.
“Lasst mich mitmachen, sonst werde ich wütend!”,  rief es.
Die kleinen Monster spielten Fußball. Immer, wenn das kleine Wutmonster den Ball verlor, wurde es wütender und wütender.
“Wenn ich nicht gewinne, werde ich wütend!”
Doch es verlor, denn das Wutmonster war so wütend, dass es nicht mehr richtig aufpasste.
Es nahm den Ball und brüllte: “Ihr macht mich wütend!”
Es warf den Ball über den Zaun in den Garten des alten Grummelmonsters.

“Oh nein!”, rief eines der kleinen Monster.
“Das Grummelmonster gibt nie etwas wieder!”, weinte ein anderes kleines Monster.
“Das war gemein von dir!”, warf ein drittes kleines Monster dem kleinen Wutmonster vor.
“Wir spielen nicht mehr mit dir”, riefen sie alle zusammen.

Nun war das kleine Wutmonster nicht mehr wütend, sondern traurig. Es sah, wie die kleinen Monster ohne ihn spielten und wieder lachten.
Das kleine Wutmonster fasste einen Entschluss. Es wollte alles wieder gut machen.
Es öffnete das Tor zum Garten des Grummelmonsters. Als die anderen Monster das sahen riefen sie?: “Geh nicht in den Garten des Grummelmonsters! Es wird dich nie wieder raus lassen!”

Aber das kleine Wutmonster hatte sich entschieden. Es wollte zeigen, dass es nicht gemein ist. Und so betrat es mutig den Garten des Grummelmonsters.

Der Garten war, anders als der Spielplatz des Kindergartens, komplett leer. Lediglich in der hinteren Ecke lagen unzählige Spielsachen auf einen Haufen, die einmal im Garten des Grummelmonsters gelandet waren.
Kaum hatte das kleine Wutmonster den Rasen betreten, kam das Grummelmonster aus dem Haus, rannte auf das Wutmonster zu und rief: “Raus aus meinem Garten!”
“Erst, wenn du mir den Ball und all die anderen Spielsachen wieder gibst.”,  sagte das kleine Wutmonster.
“Nein!”, sagte das Grummelmonster, denn es war wirklich sehr böse und gemein.
“Wer nicht auf seine Sachen aufpassen kann, der hat sie auch nicht verdient! Ihr seht euer Spielzeug niemals wieder!”
Das kleine Wutmonster verschränkte die Arme. “Gib mir die Spielsachen wieder, sonst werde ich wütend!”
Das Grummelmonster lachte. “Nein, nein und nochmals nein!”
Das Wutmonster bekam einen roten Kopf und brüllte: “Du machst mich wütend!”

Der ganze Garten wackelte und bebte. Das Grummelmonster bekam derartige Angst, dass es die Arme in die Luft hob und davon lief.
“Dann nimm doch die blöden Spielsachen!”,  rief es, bevor es durch die Tür in sein Haus floh und die Tür hinter sich zu sperrte.

Das kleine Wutmonster holte alle Spielsachen aus dem Garten des Grummelmonsters zurück. Die kleinen Monster freuten sich und das kleine Wutmonster war glücklich. Endlich durfte wieder mit den anderen kleinen Monstern spielen und war fortan nur noch wütend, wenn jemand ungerecht und gemein war.

Und das Grummelmonster? Das hat nie wieder die Spielsachen der kleinen Monster behalten.

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1 Kommentar zu „#30Tage – Tag 10“

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