Angst vor dem eigenen Text

Au weia. Ich habe mich nach mehreren Tagen endlich mal ‚getraut‘, meinen ersten Entwurf der Kurzgeschichte zu lesen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich doch einen gewissen Bammel davor hatte und ich mich wohl ein wenig davor gedrückt habe.
Klar weiß ich, dass so ein erster Entwurf grottig geschrieben ist und man da vor allem den Fokus auf die Handlung legt und dass diese plausibel ist.
Und trotzdem war dieses blöde Gefühl da. Ich mochte mich dem Text nicht stellen, weil ich nichts schlechtes von mir lesen wollte.

Und was soll ich sagen? Ich hatte recht. Und auch wieder nicht.
Der erste Entwurf ist wie zu erwarten war noch lange kein literarisches Meisterwerk. Und doch sind manche Stellen schon ganz passabel und bis auf die Plotholes, die es noch zu stopfen gilt, sogar so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Also noch einmal die Ärmel hochgekrempelt, und alles überarbeiten, was noch nicht passt.

Und wieder bestätigt sich, was man eigentlich weiß aber immer gerne verdrängt. Man muss die Sachen anpacken und seine Bedenken beiseite fegen. Von nichts kommt auch nichts.

Auch wenn das Binsenweisheiten sind  sollte ich das wohl häufiger befolgen. Auch wenn es schwer fällt und der innere Schweinehund immer und immer wieder überwunden werden muss.

Habt ihr ähnliche Probleme bei schreiben? Und kommt ihr mit euren Projekten voran? Schreibt mir doch einfach in den Kommentaren.

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5 Kommentare zu „Angst vor dem eigenen Text“

  1. … aber hey, scheinbar ist dein erster Entwurf schon ziemlich plausibel gewesen!
    Das ist etwas, was bei mir immer total fehlt, und das ist etwas, was mein größtes Problem beim Schreiben ist.
    Irgendwann kommt dann beim Zurückscrollen, weil man nachschaut, ob man diese Information nicht doch schon hatte, der Gedanke, dass das total falsch ist, dass das unlogisch ist, dass das so nicht geht …

    Und diese Zweifel führen bei mir dann leider oft dazu, dass ich meine Projekte pausiere, um sie zu überarbeiten, und dann wird es natürlich nichts. Aktuell habe ich wieder solche Phasen, aber ich habe mich unter Gleichgesinnte begeben und da hoffe ich, jetzt öfter einfach einen Arschtritt zu bekommen. Natürlich bildlich gesehen, vielleicht treibt es mich ja an, wenn ich sehe, wie andere vorankommen … rein zählermäßig, was viele gerne machen, bin ich jetzt bei 36.000 Wörtern, yey!

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    1. Oha ja, das ist echt ein Problem. Man soll einfach erst mal durchschreiben und erst, wenn man fertig ist, anfangen alles zu überarbeiten. Man darf da einfach noch nicht dran denken oder wenn es nicht anders geht, ne Notiz machen und später dann sich daran wagen.

      Du schaffst das schon!

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  2. Mein „Personal“ entwickelt sich parallel zu den Geschichten. Die Verbindung Jahreszeit – Garten – Küche ist das Grundgerüst und die Verknüpfung Rezept – „lustiges Leben“ die Variable. Beim „lustigen Leben“ greife ich natürlich auf wahre Begebenheiten zurück, die ich entsprechend verfremde bzw. anpasse. Da ich zudem eine feste Textgröße einhalten muss, habe ich eine weitere Konstante. Immerhin kann ich Folge für Folge entwickeln ohne eine direkte Verbindung schaffen zu müssen.
    Theoretische Grüße aus dem Garten ❤

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