Warum ich schreibe

Am 25. Januar hat der Schreibkasten-Blog die Frage beantwortet, warum man eigentlich schreibt.
Und da dachte ich mir doch – ein paar „Tage“ später –  dass ich diese Frage für mich auch einmal beantworten könnte. Und da ich nicht’s besseres zu tun habe, teile ich euch diese Antwort hier auch gleich mit. 😉

Also dann: warum schreibe ich eigentlich? Weil ich es kann.

Okay, die Antwort reicht euch wahrscheinlich nicht. Dann hole ich mal etwas weiter aus:Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann ich das erste Mal ernsthaft den Gedanken hatte, eine Geschichte wirklich schreiben zu wollen. Ich erinnere mich vage an erste Versuche, als ich noch in der 6. Klasse war. Ich habe mir aber auch davor schon immer wieder Geschichten ausgedacht und mich lange in meiner Phantasiewelt* aufgehalten. Kurz gesagt: es ist irgendwie immer schon da gewesen. Die Fantasie arbeitet quasi von alleine in meinem Kopf und immer wieder kommen Ideen nach oben, die dann einfach nicht mehr weg gehen.

Aus den Ideen ist dann aber nie mehr geworden. Seit einigen Jahren wurden sie jedoch konkreter und ich werde noch verrückt bei dem Gedanken, dass ich gar nicht alle jemals so ausarbeiten kann, wie ich es gerne hätte. Es ist ein regelrechter Drang, mich mit ihnen so lange zu beschäftigen, bis endlich etwas fertig ist und allein dieser ‚blöde‘ Perfektionismus und die damit einhergehende Unzufriedenheit mit dem, was ich bisher so gemacht habe, hat verhindert, dass ich wirklich etwas so weit zu ende bearbeitet habe, dass ich etwas veröffentlichen kann.

Schreiben ist eine Leidenschaft für sich, eine Lust, eigene Welten zu erfinden, Figuren und Kreaturen, die darin agieren und eine Art kleines Universum quasi aus dem Kopf in die Wirklichkeit zu bringen. Es macht mir einfach riesengroßen Spaß. Ich denke, diejenigen, die auch schreiben, können das ganz gut nachvollziehen, wie sich das in einem selbst anfühlt. Es muss einfach irgendwie sein.

Ihr merkt wahrscheinlich selber, wie schwer es sein kann, etwas zu beschreiben, das man schlicht und ergreifend fühlt. Man weiß, dass es so ist, aber ich kann nicht sagen, woher das kommt und warum es so ist. Die Überschrift „Warum ich schreibe“ ist de facto irreführend. Es sollte eher wie folgt heißen: „Der Drang zu schreiben“.
Geht das jetzt nur mir so, oder hört sich das wie die Beschreibung eines Drogensüchtigen an, der gegen seine Sucht nicht ankommt? 😀

Ich könnte natürlich auch solche Sachen schreiben wie, dass ich mich selbst verwirklichen will (?) oder dass ich das nur wegen des Geldes mache (?!), aber das ist irgendwie nicht so richtig der Grund, auch wenn ich mich, wie wohl sonst auch jeder, freuen würde, wenn ich von meinem „Hobby“ mal leben könnte. Aber der Aufwand ist für das „schnelle Geld“ einfach zu groß. Ohne Spaß daran zu haben, würde und könnte ich das auch so gar nicht durchhalten.

Ich bin wirklich gespannt, wer von euch auch gerne schreibt und wie es bei euch ist. Und vor allem, ob es euch genau so geht, wie mir, oder ob ihr alle irgendwelche vernünftigen Gründe habt.

Hinterlasst mir doch einen Kommentar. Ich freue mich!

Yannick

[ *Phantasiewelt mit ‚Ph‘, da das noch vor der Rechtschreibreform war 😉 ]

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7 Kommentare zu „Warum ich schreibe“

  1. Den Grund finde ich sehr gut 🙂 bei mir ist der Schreibdrang so groß das ich nach wie vor Tagebücher führe und zig „Artikel“ oder „Beiträge“ fertig habe, die entweder auf Veröffentlichung warten oder aus irgendeinem, persönlichen, Grund doch nur für mich und meinen „Galan“ existieren werden … Ich denke einfach zuviel und da ich ein „ruhiger“ Mensch bin und eher „in mich gekehrt bin“, ist es eine gute Art Balast loszuwerden … Wenn dann noch tolle Kommentare dazukommen die neue Sichtweisen oder Denkanstöße bieten ist es „Perfekt“ …

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  2. Ich schreibe sicher nicht, weil ich es kann 😉 – das glaube ich nämlich nicht.
    Mir macht es (manchmal) Spaß, einfach etwas zu entwerfen, was sich in meinem Kopf ausbreitet, oder Dialoge zu schreiben. Manchmal, weil irgendwann wird es zu einer Qual, zumindest ist es aktuell immer so … dann ärgere ich mich, dass ich nichts hinkriege.

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  3. Ich schreibe, weil ich mich gerne mitteile und es mir gefällt die eigene Meinung zu gewissen Themen abzusondern! 😉 Des Weiteren fällt es mir nicht schwer längere Texte in einer relativ kurzen Zeit zu verfassen. Beides waren in diesem Sinne die wichtigsten Gründe um einen Blog zu starten. Eine Geschichte zu verfassen ist ebenfalls ein lang gehegter Traum. Mal sehen ob meine Ideen dafür eines Tages ausreichen werden! 🙂

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    1. Ja, ging mir ähnlich, obwohl ich nicht weiß, ob ich wirklich ’schnell‘ bin bei langen Texten.
      Wenn du eine Geschichte schreiben willst, musst du einfach nur loslegen.
      Ich kenne das Problem aber auch. Es zieht sich schnell, vor allem wenn man kaum Zeit hat.

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  4. Gerade auf deinen Blog gestoßen und gleich an einem Text hängen geblieben. Vermutlich, weil sich diese Frage mir auch schon gestellt hat. Wenn ich einen guten Tag habe, antworte ich mit: Weil es mein einziges Talent ist. An einem schlechten oder nicht ganz so selbstbewussten Tag eher: Weil es mir wahnsinnig viel Spaß macht.
    Liebe Grüße

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